Knappe Heimniederlage trotz ansprechender Leistung

Auch wenn man bislang zuhause noch ungeschlagen war in dieser Saison, ging man in die Partie gegen Dillingen nicht unbedingt als Favorit. Die Gäste zählten in den vergangenen Jahren stets zur Spitzengruppe in der Saarlandliga und verbrachten vor 2 Jahren sogar eine Spielzeit in der RPS-Liga. Daher war klar, dass man durchweg eine Spitzenleistung brauchen würde, um die Punkte in Ottweiler zu behalten. Die benötigte Spitzenleistung war es dann leider nicht ganz, wenn auch eine ordentliche. 

Das Spiel gestaltete sich von Beginn an ausgeglichen. Keines der beiden Teams konnte sich in der Anfangsphase einen nennenswerten Vorteil erspielen. Bezeichnend dafür, dass sich keine der Mannschaften bis etwa 5 Minuten vor der Halbzeit mit mehr als einem Treffer absetzen konnte. Der Angriff der HSG war an diesem Abend gut aufgelegt, sodass trotz robuster Deckung der Gäste immer wieder Durchbrüche gelangen. Dafür offenbarte man im Gegenzug aber ungewohnte Schwächen in der eigenen Abwehr. Zu oft agierte man zu passiv und fand nicht den nötigen Zugriff auf den Dillinger Rückraum. Erst in den letzten Minuten des ersten Durchgangs profitierte Dillingen von kleinen Nachlässigkeiten der HSG im Angriff und konnte sich damit bis auf 14:18 absetzen.

Nach dem Seitenwechsel dann ebenfalls ein ausgeglichenes Bild, obwohl Ottweiler beim Stande von 16:21 noch deutlich in Rückstand war. Die HSG stellte die Deckung um und entwickelte dadurch endlich mehr Aggressivität im Abwehrverhalten. Damit gelang es sich ins Spiel zurück zu kämpfen und beim Zwischenstand von 23:23 sogar den Ausgleich zu erzielen. In dieser entscheidenden Phase fehlte dann aber letztlich die Cleverness, die Partie komplett an sich zu reißen, aber auch etwas Glück in der einen oder anderen Entscheidung der ansonsten souveränen Unparteiischen. Dillingen zog auf 25:30 davon etwa 3 Minuten vor dem Ende und die Begegnung schien gelaufen. Hoffnung keimte wieder auf als nach 59 Minuten der Anschlusstreffer zum 29:30 gelang. Die Gäste behielten im letzten Angriff aber die Nerven und machten beim 29:31 den Deckel drauf, was gleichzeitig auch der Endstand war.

Somit stand die HSG am Ende trotz ansprechender Leistung mit leeren Händen da. Punkte wären hier mit einem Tick mehr Abgeklärtheit in den entscheidenden Momenten absolut drin gewesen. Die Partie hat aber gezeigt, dass man auch mit solchen Gegnern mithalten kann.

Heja HSG!

Aufstellung der HSG:

– Lukas Keller, Daniel Müller (beide Tor)

– Christian Gehm (2), Benedikt Neufang (1), Daniel Kettering (1), Lucas Weißmann (9), Matthias Brusdeilins (5), Sebastian Regitz (1), Patrick L’hoste (2/1), Sven Anhaus (2/2), Philip Schwan (1), Mike Groß (4), Marcel Hoffmann (1), Domenic Spalt 

– Trainer: Tobias Frei

– Betreuer: Volker Wiesel