Am vergangenen Samstag startete die 1. Männermannschaft nach kurzer Wintervorbereitung in die Rückrunde. Man musste auswärts beim starken Aufsteiger aus St. Ingbert antreten, der sich in der Hinrunde im oberen Mittelfeld der Saarlandliga etablierte. Zu diesem Spiel reiste man wieder einmal stark ersatzgeschwächt an. Neben dem verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Marcel Hoffmann und nach dem Rücktritt aus dem aktiven Spielgeschehen von Torsten Jung fehlten auch Fabian Wiesel krankheits- und Matthias Brusdeilins urlaubsbedingt. Dennoch wollte man Punkte aus St. Ingbert entführen, war das Hinspiel doch lange Zeit ausgeglichen verlaufen.

In etwas ungewohnter Besetzung begann die Mannschaft von Trainer Tobias Frei genau so, wie dieser sich das vorgestellt hatte. Mit einer couragierten und kämpferischen Abwehrleistung, sowie einem sehr gut aufgelegten Matthias Ottenbreit im Tor wurden lange Angriffe durch die SGH St. Ingbert erzwungen. Immer wieder konnte man Ballgewinne in der Abwehr verzeichnen und durch temporeiches Spiel über den erweiterten Gegenstoß Tore erzielen. Folgerichtig setzte sich die HSG nach ausgeglichener Anfangsphase beim Stande von 8:8 Tor um Tor ab und konnte zur Halbzeit eine verdiente 11:15 Pausenführung erspielen.

Eigentlich waren die Spieler auch gewillt die Partie im zweiten Durchgang auf diese Weise zu gestalten. Was aber folgte, ist nicht zu erklären und hatte mit der Einstellung der ersten Halbzeit nichts gemeinsam. Die Abwehr bekam keinen Zugriff mehr auf den Rückraum der Gastgeber. Im Angriff sorgten hektische und verfrühte Abschlüsse für Ballverluste, die der Gegner postwendend im Tempogegenstoß bestrafte. Die SGH St. Ingbert fand direkt nach der Pause wieder den Anschluss und drehte das Ergebnis zu ihren Gunsten. Über 16:16, 23:20 und 27:22 baute die Heimmannschaft ihre Führung aus. Schließlich verlor Ottweiler komplett den Faden. Am Ende stand eine bittere und deutliche Niederlage von 33:24 zu Buche.

Es ist nicht nachzuvollziehen woher dieser Bruch im Spiel nach der ersten Hälfte kam. Im ersten Abschnitt spielte man mutig auf, mit der nötigen Aggressivität und hatte den Gegner im Griff. Im zweiten Spielabschnitt war davon nichts mehr übrig und die Mannschaft war ein Schatten ihrer selbst. An eben dieser Konstanz muss die Mannschaft arbeiten, um Spiele zu gewinnen. Die Personalsituation darf hierbei nicht als Ausrede zählen, denn bis zur Halbzeit konnte die HSG ihre Qualität absolut beweisen. Vielleicht fehlt in manchen engen Spielsituationen auch einfach das Selbstbewusstsein und dazu das nötige Quäntchen Glück, wenn man im Tabellenkeller steht.

Dies gilt es schleunigst zu verbessern! Die nächste Möglichkeit dazu besteht bereits am kommenden Samstag den 21.01. um 18:45 Uhr zuhause in der Seminarsporthalle gegen den direkten Konkurrenten HSG Dudweiler/Fischbach. Ein Sieg in dieser Partie ist angesichts der Tabellensituation schon fast Pflicht. Dazu kann die HSG Ottweiler jede Anfeuerung ihrer treuen Fans gebrauchen und hofft auf lautstarke Unterstützung in diesem brisanten Duell.

Es spielten: